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Chicago - Nach dem Willen der 28 Staats- und Regierungschef der Nato sollen die Sicherheitskräfte in Afghanistan bereits Mitte des kommenden Jahres Kampfeinsätze gegen die Taliban leiten. "Unser Ziel ist es, dass die afghanischen Truppen 2013 die Führung der Kampfoperationen im ganzen Land übernehmen", so US-Präsident Barack Obama am Montag in Chicago. Zudem wurde auf dem Nato-Gipfels festgeschrieben, dass der Einsatz der Internationalen Schutztruppe (ISAF) in Afghanistan bis Ende 2014 beendet sein soll.
Sanaa - In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hat es einen Selbstmordanschlag auf Soldaten gegeben , bei dem nach Armee-Angaben mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen sind. Die Polizei sprach dagegen von zehn Toten und mindestens 20 Verletzten. Berichten zufolge ereignete sich der Anschlag während einer Militärübung zum Nationalfeiertag in der Hauptstadt.
Chicago - Die Nato hat ihre Raketenabwehr in Europa für teilweise einsatzbereit erklärt. "Die Anfänge sind noch sehr, sehr bescheiden", so der stellvertretende Befehlshaber des Alliierten Luftkommandos in Ramstein, General Friedrich Wilhelm Ploeger. In Ramstein werden unter Führung der Nato Radar- und Satellitendaten ausgewertet, um mögliche Angriffe zu erkennen.
Kabul - In Afghanistan hat ein Selbstmordattentäter sich selbst und vier weitere Menschen, darunter zwei Kinder, getötet. Wie örtliche Sicherheitskräfte am Sonntag mitteilten, griff der Attentäter einen Konvoi der internationalen Schutztruppe ISAF nahe eines Polizei-Kontrollpunktes an und brachte eine Bombe zur Explosion. Dabei riss er die beiden Kinder sowie zwei ISAF-Soldaten mit in den Tod.
Damaskus - Bei dem Beschuss der syrischen Stadt Souran in der zentral gelegenen Provinz Hama durch die syrische Armee sind am Sonntag mindestens 16 Menschen getötet worden. Unter den Opfern sollen sich auch Kinder befinden, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag erklärte. Die Provinz Hama gilt als Schwerpunkt für den seit 14 Monaten andauernden Aufstand gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.
Washington - Die USA sollen wichtige Informationen über ihre Atomwaffen vor den europäischen Nato-Partnern verheimlichen. Das geht nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" aus einer geheimen Weisung des Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs der USA vom August 2008 hervor, die das Pentagon aufgrund des Informationsfreiheitsgesetzes jetzt veröffentlichen musste. Im Nato-Hauptquartier Shape erfahren demnach nicht einmal jene europäischen Offiziere etwas über die Zuverlässigkeit und die Zielgenauigkeit des US-Atom-Arsenals, die die nuklearen Optionen der USA im Rahmen der Nato mitplanen.
Washington - Der französische Präsident François Hollande hat vor dem Nato-Gipfel in Camp David seine Absicht bekräftigt, alle französischen Kampftruppen bis zum Ende des laufenden Jahres aus Afghanistan abziehen zu wollen. Dies sagte Hollande US-Präsident Barack Obama am Freitag. Hollande hatte kurz vor dem Nato-Gipfel seinen Antrittsbesuch bei Obama absolviert.
Kabul - Vor dem Nato-Gipfel in Chicago, auf dem die zukünftige Sicherheit Afghanistans besprochen werden soll, erwägt Afghanistans Präsident Hamid Karzai, früher aus dem Amt zu scheiden als geplant. Karzai sagte dem ZDF, dass es fraglich sei, ob sein Land im Jahr 2014 beide Großereignisse stemmen könnte: den Abzug der internationalen Truppen und die regulären Präsidentschaftswahlen. Deshalb denke er darüber nach, die Präsidentschaftswahlen auf 2013 vorzuverlegen.
Berlin/Damaskus - Deutschland wird die Beobachtermission der Vereinten Nationen zur Überwachung der Einstellung der Kampfhandlungen in Syrien verstärken. Insgesamt können bis zu zehn unbewaffnete Militärbeobachter der Bundeswehr entsendet werden, beschloss die Bundesregierung am Mittwoch. "Wir wollen mit unserem Angebot einen Beitrag leisten, dass der Sechs-Punkte-Plan von Kofi Annan gelingt", sagte Außenminister Guido Westerwelle (FDP).
Berlin - Eine neue Regierungskommission soll das Versickern deutscher Aufbauhilfe in Afghanistan verhindern. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf ein ihr vorliegendes Partnerschaftsabkommen, das Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Afghanistans Präsident Hamid Karsai am Mittwoch in Berlin unterzeichnen wollen. Die deutsch-afghanische Regierungsarbeitsgruppe, geleitet von den beiden Außenministerien, soll die in dem Abkommen festgelegten Projekte "überwachen".
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