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Chicago - Der italienische Ministerpräsident Mario Monti rechnet fest mit einem Verbleib Griechenlands in der Eurozone. "Ich denke, dass die Griechen im Euro bleiben wollen", erklärte Monti am Sonntag gegenüber dem US-Fernsehsender CNN. Es seien allerdings nicht alle Griechen bereit, auch alles für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone zu tun, so Monti weiter.
Athen - Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman hält einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone für unvermeidlich. "Ich hasse es, das so zu sagen, weil es so ist, als wenn man in einem vollbesetzten Theater `Feuer` schreit", sagte der Princeton-Ökonom dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Aber es gibt einfach keine Alternativen."
Berlin - Die SPD verlangt von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), die Risiken aus der Griechenland-Krise im Bundeshaushalt abzubilden. Auf Grund der niedrigen Zinsen der Hilfskredite für Griechenland und des niedrigeren Bundesbankgewinns nehme der Bund in diesem Jahr zwei Milliarden Euro weniger ein als geplant, sagte der SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider dem Nachrichtenmagazin "Focus". Für zusätzliche Griechenland-Risiken müsse Schäuble eine Vorsorge in seinen Etat einstellen.
Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) warnt die griechischen Parteien vor einer Wählertäuschung in Zusammenhang mit dem Euro. "Wer den Griechen einredet, sie bräuchten sich an das vereinbarte Sparprogramm nicht zu halten, der belügt das griechische Volk", sagte er der "Bild am Sonntag". Zur Begründung sagte der Minister: "Europäische Solidarität ist keine Einbahnstraße. Das eine geht ohne das andere nicht. Wenn dies in Griechenland wirklich jemand glaubt, dann täuscht er sich und seine Wähler gewaltig. Im Übrigen sind die strukturellen Reformen in Griechenland so oder so notwendig, ein "weiter so wie bisher? funktioniert nicht, in keinem Szenario." Schäuble weiter: "Ich habe nicht die Absicht, in den griechischen Wahlkampf einzugreifen.
Camp David - Die führenden Industrienationen (G8) haben sich für einen Verbleib Griechenlands innerhalb der Euro-Zone ausgesprochen. "Wir bekräftigen unser Interesse daran, dass Griechenland weiterhin Teil der Euro-Zone bleibt, solange es seinen Verpflichtungen nachkommt", hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung. Überdies gebe es positive Zeichen für eine Erholung der Weltwirtschaft, hieß es in der Erklärung weiter.
Berlin - Entgegen offizieller Beteuerungen drohen die Regierungen der Euro-Zone Griechenland mit dem Rausschmiss aus der Währungsunion. Dies berichtet das Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Beim Treffen der Euro-Finanzminister am vergangenen Montag in Brüssel wurde dem griechischen Finanzminister Filippos Sachinidis demnach deutlich gemacht, wie ernst die Lage sei.
Athen - Vor der griechischen Küste ist ein Frachter mit rund elf Tonnen Öl an Bord gekentert. Wie die Küstenwache mitteilte, kam der Kapitän des Schiffes bei dem Vorfall vor der Insel Zakynthos im Ionischen Meer ums Leben. Drei weitere Besatzungsmitglieder des türkischen Frachters werden noch vermisst.
Luxemburg - Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat sich gegen Überlegungen gewandt, die Neuwahl in Griechenland am 17. Juni zu einem Referendum über den Verbleib in der Euro-Zone umzufunktionieren und parallel zur Wahl eine entsprechende Volksabstimmung abzuhalten. "Wenn man von einem Referendum sprechen würde, fände ich das jetzt nicht so gut. Diese entscheidende Wahl darf durch nichts verwässert werden", sagte Asselborn dem "Tagesspiegel am Sonntag".
Berlin - In seinem neuen Buch "Europa braucht den Euro nicht" fordert Thilo Sarrazin, dass Länder, die dauerhaft gegen den Stabilitätspakt verstoßen, den Euro verlassen. Das Nachrichtenmagazin "Focus" druckt vorab Auszüge aus dem Buch. Darin heißt es: "Wenn ein Land unter der Disziplin der gemeinsamen Währung nicht leben kann oder will, so soll es jederzeit frei sein, zu seiner nationalen Währung zurückzukehren."
Berlin - Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, hat Griechenland vor einem Euro-Austritt gewarnt. "Der Konsum und die Investitionstätigkeit in Griechenland brächen ein, die Arbeitslosigkeit nähme rapide zu", sagte Franz der "Rheinischen Post". "Viele griechische Sparer verlören große Teile ihres Vermögens. Insgesamt gesehen kämen die Griechen bei einem Austritt aus der Währungsunion zumindest kurz- und mittelfristig sprichwörtlich vom Regen in die Traufe", warnte der Chef des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR).
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