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Chicago - Der italienische Ministerpräsident Mario Monti rechnet fest mit einem Verbleib Griechenlands in der Eurozone. "Ich denke, dass die Griechen im Euro bleiben wollen", erklärte Monti am Sonntag gegenüber dem US-Fernsehsender CNN. Es seien allerdings nicht alle Griechen bereit, auch alles für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone zu tun, so Monti weiter.
Berlin - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) warnt die griechischen Parteien vor einer Wählertäuschung in Zusammenhang mit dem Euro. "Wer den Griechen einredet, sie bräuchten sich an das vereinbarte Sparprogramm nicht zu halten, der belügt das griechische Volk", sagte er der "Bild am Sonntag". Zur Begründung sagte der Minister: "Europäische Solidarität ist keine Einbahnstraße. Das eine geht ohne das andere nicht. Wenn dies in Griechenland wirklich jemand glaubt, dann täuscht er sich und seine Wähler gewaltig. Im Übrigen sind die strukturellen Reformen in Griechenland so oder so notwendig, ein "weiter so wie bisher? funktioniert nicht, in keinem Szenario." Schäuble weiter: "Ich habe nicht die Absicht, in den griechischen Wahlkampf einzugreifen.
Berlin - EU-Bürger können nicht mehr darauf vertrauen, in Deutschland Sozialleistungen zu bekommen. Wie die Tageszeitung "Neue Westfälische" berichtet, habe die Bundesregierung einen "Vorbehalt" gegen das Europäische Fürsorgeabkommen (EFA) formuliert, weshalb etwa das Arbeitsamt Bielefeld einem griechischen Ehepaar nun die zuvor gewährte Hartz-IV-Unterstützung verweigerte. Mit 40 weiteren EU-Bürgern wurde ebenfalls so verfahren, teilte das Bielefelder Arbeitsamt auf Anfrage der Neuen Westfälischen mit.
Berlin - Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, hat Griechenland vor einem Euro-Austritt gewarnt. "Der Konsum und die Investitionstätigkeit in Griechenland brächen ein, die Arbeitslosigkeit nähme rapide zu", sagte Franz der "Rheinischen Post". "Viele griechische Sparer verlören große Teile ihres Vermögens. Insgesamt gesehen kämen die Griechen bei einem Austritt aus der Währungsunion zumindest kurz- und mittelfristig sprichwörtlich vom Regen in die Traufe", warnte der Chef des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR).
Berlin - Die dts Nachrichtenagentur in Halle/Saale verbreitet soeben folgende Blitzmeldung aus Berlin: Merkel: Griechen sollen über Euro abstimmen. Die Redaktion bearbeitet das Thema bereits. Weitere Details werden in wenigen Momenten gesendet.
Athen - In Griechenland ist der Höchste Richter des Verwaltungsgerichtshofs, Panagiotis Pikrammenos, als Chef einer Übergangsregierung vereidigt worden. Er soll das Land bis zu den Neuwahlen am 17. Juni führen. Doch vor allem wird seine Aufgabe darin bestehen, für die einwandfreie Durchführung der Wahlen sorgen.
Köln - Der Direktor des Kölner Instituts für Wirtschaft, Michael Hüther rechnet damit, dass die Mitglieder der Eurozone zum Austritt drängen müssen. Das sagte er der "Bild-Zeitung" (Dienstagsausgabe). "Die Griechen selbst werden diesen Schritt wegen der dramatischen Folgen wohl am Ende doch eher scheuen. Da wird die Eurozone den entscheidenden Schritt wagen müssen."
Athen/Brüssel - Griechenland soll offenbar auch im Falle eines Austritts aus der Währungsunion weiter Geld vom europäischen Rettungsschirm EFSF bekommen. Dies sehen einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge Pläne des Bundesfinanzministeriums vor. Damit sollen die Folgen eines möglichen Euro-Austritts gemildert werden.
Berlin - Eine große Mehrheit der Deutschen (78 Prozent) ist dafür, die Hilfszahlungen für Griechenland so lange zu stoppen, bis eine neue Regierung in Athen sich zur Einhaltung der Sparauflagen verpflichtet. Dies ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage im Auftrag von "Bild am Sonntag". Nur 18 Prozent der Bürger wollen den Griechen auch dann finanzielle Hilfe zukommen lassen, wenn konkrete Sparzusagen ausbleiben.
Berlin - Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat Griechenland davor gewarnt, in seinen Reformbestrebungen nachzulassen. "Klar ist: Wenn eine neue Regierung die Vereinbarungen einseitig aufkündigt, dann wird es auch keine weiteren europäischen Hilfsgelder geben können", sagte Westerwelle der Berliner Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe). "Wir möchten, dass Griechenland es schafft. Deshalb helfen wir. Aber die Griechen müssen im Gegenzug ihre Reformzusagen einhalten", sagte der Außenminister.
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