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Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Griechenland nach Angaben der Regierung in Athen ein Referendum über den Verbleib des südeuropäischen Landes in der Euro-Zone vorgeschlagen, was die Bundesregierung kurz darauf dementiert hat. Das Büro des amtierenden Ministerpräsidenten Panagiotis Pikrammenos, der die Übergangsregierung in Athen anführt, hatte mitgeteilt, dass Merkel dem griechischen Staatspräsidenten Karolos Papoulias in einem Telefonat das Referendum vorgeschlagen habe. Demnach solle die griechische Bevölkerung parallel zu den am 17. Juni stattfindenden Neuwahlen zum Athener Parlament auch über den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone abstimmen.
Berlin - Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat Griechenland davor gewarnt, in seinen Reformbestrebungen nachzulassen. "Klar ist: Wenn eine neue Regierung die Vereinbarungen einseitig aufkündigt, dann wird es auch keine weiteren europäischen Hilfsgelder geben können", sagte Westerwelle der Berliner Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe). "Wir möchten, dass Griechenland es schafft. Deshalb helfen wir. Aber die Griechen müssen im Gegenzug ihre Reformzusagen einhalten", sagte der Außenminister.
Straßburg - Im Gegensatz zu Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hält EU-Parlamentspräsident Martin Schulz ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone für unverantwortlich. "Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro wäre sowohl für Griechenland als auch für die restliche Eurozone kaum verkraftbar", sagte er der "Bild am Sonntag". In Griechenland würde laut Schulz binnen kürzester Zeit die Wirtschaft zusammenbrechen.
Athen - Das olympische Feuer für die Sommerspiele in London ist 78 Tage vor Eröffnung der 30. Sommerspiele in London traditionell im griechischen Olympia entzündet worden. Die Flamme wurde im Beisein von IOC-Präsident Jacques Rogge traditionell von einer Hohepriesterin im Hera-Tempel mit einem Hohlspiegel entzündet. Erster Fackelläufer ist der griechische Schwimmer Spyros Gianniotis, der das Feuer anschließend an den britischen Boxer Alex Loukos übergibt.
Athen - Nachdem in Griechenland sowohl die Sondierungsgespräche der Konservativen als auch die des radikalen Linksbündnis gescheitert sind, sollen nun die Sozialisten einen neuen Versuch starten. Aller Voraussicht nach wird Staatspräsident Karolos Papoulias der sozialdemokratischen Pasok unter Partei-Chef Evangelos Venizelos einen entsprechenden Auftrag erteilen. Dieser kündigte bereits im Vorfeld an, das Mandat zur Regierungsbildung anzunehmen.
Berlin - Der griechischstämmige FDP-Europaabgeordnete Jorgos Chatzimarkakis hat sich vor den Neuwahlen in Griechenland besorgt über Stimmenzuwächse der rechtsradikalen griechischen Partei "Goldene Morgendämmerung" geäußert. Chatzimarkakis sagte der "Bild-Zeitung" (Freitagausgabe): "Inhalt und Methode der Goldenen Morgendämmerung erinnern an Parolen und Schlägertrupps der Weimarer Zeit. Man fragt sich, ob sich diese Partei nicht sogar an den Nazis und der SA orientiert."
New York/Athen - Die Ratingagentur Standard & Poor`s (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands nach Abschluss des Schuldenschnitts heraufgestuft. Die Bonität steige von der bisherigen Bewertung "vorübergehender Zahlungsausfall" um vier Noten auf "CCC", teilte die US-Agentur am Mittwoch mit. Grund für die Heraufstufung ist der Erlass von mehr als 100 Milliarden Euro Schulden privater Gläubiger, durch den sich die Schuldenlast Griechenlands deutlich verringert.
Athen - Im Süden Griechenlands hat sich am Montag ein leichtes Erdbeben ereignet. Geologen gaben einen Wert von 5,3 auf der Magnituden-Skala an. Diese Werte werden oft später korrigiert.
Athen - Die griechische Regierung setzt große Hoffnung auf das staatliche Sonnenstromprojekt Helios. Das Projekt werde "etwa 60.000 Arbeitsplätze schaffen", sagte der zuständige Energieminister George Papakonstantinou der Tageszeitung "Die Welt" (16. April). Er rechnet außerdem damit, dass Athen aus dem Verkauf von Solarstrom "bis zu 15 Milliarden Euro an Staatseinnahmen erlösen kann, die zum Schuldenabbau verwendet werden können".

Athen - In der griechischen Hauptstadt Athen ist es am Mittwochabend nach dem Selbstmord eines offenbar überschuldeten Rentners zu Protesten gegen die Sparpolitik der Regierung gekommen. Medienberichten zufolge kam es dabei auf dem Syntagma-Platz vor dem Parlament, wo sich am Mittwoch bis Einbruch der Dunkelheit mehrere Tausend Menschen versammelten, zu Ausschreitungen. Dabei warfen zahlreiche Demonstranten Steine und Brandsätze auf die Polizei, die darauf mit dem Einsatz von Tränengas reagierte.

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