Die Qualität der hier legal und ohne Zeitdruck entstandenen Graffiti unterscheidet sich deutlich von den im Alltag bisher sichtbaren illegalen Graffiti.
Die fast 30-jährige Exklusion jugendlich-kreativer Energie der Graffiti-Szene hat zu einer gewachsenen "Unkultur" sowohl auf Seiten geschädigter Eigentümer wie auch auf Seiten der Sprayer geführt, der man heute auch und gerade mit dem Bochumer Graffiti-Konzept durch bewusste Integrationsbemühungen um eine im Kern gewaltfreie Jungend(sub)kultur mit der Bereitstellung legaler Freiflächen zu begegenen sucht. Ein wachsender Wertewandel im Sinne einfacher, auch bei Nicht-Gefallen tolerierter Hinnahme von Graffiti auf "öffentlich-rechtlichen Flächen" kommt damit auch im Bereich der Ruhr-Universität Bochum zum Ausdruck.